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Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Berlin-Nordwest e. V.

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Beratungsangebote - Angebote für Kinder und Jugendliche - Angebote für Senioren - Angebote für Menschen mit Behinderung - Freizeit- und Bildungsangebote

Seniorenvertretung im Bezirk - AWO-Sozialstationen - Seniorentreff Roedernallee - Senioren-Freizeitaktivitäten - Marie-Schlei-Haus - Fahrbarer Mittagstisch

Marie-Schlei-Haus

Marie Schlei
Marie Schlei

Ganzheitliche Pflege. Professionell und qualifiziert.

Kompetent und professionell.

Seit fast 40 Jahren widmet sich der Seniorenbereich der AWO der umfassenden Betreueung älterer Menschen. Professionelle Pflege, eine moderne Infrastruktur und ein kompetentes Team gewährleisten ein kontinuierliches und abgestuftes Versorgungs- und Pflegenetz im Alter. Kurzfristig - und auf Dauer.

 

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Mit Sicherheit gut versorgt: Das AWO-Pflegenetz

Das AWO-Pflegenetz garantiert lückenlose Versorgung und qualifizierte Betreueung im Alter. Dies bedeutet umfassende Hilfen aus einer Hand in jeder Lebenssituation. Das Marie-Schlei-Haus ist als ein wichtiger Teil des AWO-Pflegenetzes auf die Versorgung schwerstpflegebedürftiger und demenzerkrankter Menschen spezialisiert.

Wir bieten qualifizierte Pflege für immobile, hochbetagte oder verwirrte Bewohner. Neben dem allgemein geriatrischen Angebot komplettiert reine spezielle gerontopsychiatrische Abteilung unsere Leistungspalette.

 

Marie-Schlei-Haus

Ganzheitliche und aktivierende Pflege

Unser qualifiziertes Pflegekonzept basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ganzheitlicher Betreuung, wobei das familiäre und soziale Umfeld so weit wie möglich einbezogen wird.

Besonderen Wert legen wir auf aktivierenden Pflege - und somit auf das Training von alltagsrelevanten Funktionen, was zu einer bedeutenden Steigerung der subjektiven Lebensqualität führt - und verlorene Lebensfreude wiederbringt. Wir bieten ein ausgewogenes Therapieangebot, das den Bewohner so weit wie möglich fördert, ohne ihn zu überfordern.

In unserem Haus kümmert sich speziell geschultes Pflegepersonal engagiert und professionell um unsere Bewohner. Fachspezifische Fortbildungen sind bei uns ebenso selbstverständlich wie regelmäßige Teamsitzungen und Fallbesprechungen.

 

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Optimale medizinische Versorgung

Das Marie-Schlei-Haus ist vor Ort eine der wenigen Pflegeeinrichtungen, die am Berliner Modellprojekt zur medizinisch-therapeutischen Versorgung teilnehmen.

Im Rahmen dieses Modellprojektes arbeiten wir eng mit niedergelassenen internistischen Fachärzten zusammen, die täglich für zwei bis drei Stunden unsere Bewohner im Haus medizinisch optimal betreuen. In der übrigen Zeit stehen die Ärzte rund um die Uhr über Rufbereitschaft zu Verfügung.

Kooperationsverträge mit qualifizierten Therapeuten vervollständigen unser medizinisches Versorgungsangebot.

 

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Qualität und Effizienz

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit sichert den Erfolg. Deshalb verbinden wir in unserem Haus eine hohe Versorgungsqualität mit Gesundheitsökonomie. Und Qualitätssicherung ist eine ständige Aufgabe für alle unsere Mitarbeiter. So sorgen wir für hohe transperenz, steigende Effizienz und stetige Qualitätsverbesserung.

 

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Verantwortung und Engagement

Wir definieren den Menschen als Mittelpunkt unseres Unternehmens. Und übernehmen besondere Verantwortung gegenüber jedem Einzelnen, indme wir ihn bewußt nach seinen individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten fördern.

Wir unterstützen persönliches Engagement und nutzen fachliche Kompetenz sowie das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Mitarbeiters und verbuchen dies als unser größtes Kapital.

 

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Innovatives Projekt

Als Besonderheit bietet das Marie-Schlei-Haus eine russischsprachige Wohngruppe mit 23 Plätzen - und realisiert damit ein innovatives Konzept einer kultursensiblen Altenpflege für Migranten.

 

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Für weitere Informationen ...

Interessieren Sie sich für unser Pflegekonzept und unsere Einrichtung?

Wir beraten und informieren Sie gerne.

... wenden Sie sich bitte direkt an:

han Ester Han
Telefon 030 - 419 03-400

Das Marie-Schlei-Haus nimmt am Berliner Modellprojekt teil. Damit ist eine umfassende medizinische Versorgung vor Ort garantiert.

Das AWO-Pflegenetz - mit Sicherheit gut versorgt. Kompetenz aus Erfahrung seit über 40 Jahren. Zuverlässige Hilfe in jeder Lebenssituation.

Lage: in Reinickendorf im nördlichen Teil Berlins, eingebettet in eine Grünanlage mit Sonnenterrasse, und einem Tiergehege.

Marie-Schlei-Haus,
Eichborndamm 124
13403 Berlin-Reinickendorf
Telefon 030 - 419 03-0
Telefax 030 - 419 03-404
E-Mail: msk(at)awo-pflegenetz.de
http://www.awo-pflegenetz.de

über Google Maps: http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=berlin,+eichborndamm+12

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Zur Person Marie Schlei:

Marie Schlei wurde am 26. November 1919 als Marie Stabenow in Reetz bei Stargard (Pommern) geboren. Ihr Vater war Klempner und engagierter Sozialdemokrat, ihre Mutter Fabrikarbeiterin. Seit 1948 Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Seit 1949 Mitglied der SPD, seit 1954 Mitglied in der Arbeiterwohlfahrt, seit 1969 Bundestagsabgeordnete für Berlin, später auch Mitglied im SPD-Fraktionsvorstand, 1974 unter Helmut Schmidt Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeskanzleramt und von 1974 bis 1976 Ministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit waren insbesondere die Rechte der Arbeitnehmer und die Verbesserung der Situation der Frauen, sowohl in Deutschland (§ 218-Debatte) als auch in den Ländern der "Dritten Welt". Sie ist am 21. Mai 1983 gestorben.
Nach der Mittleren Reife konnte sie wegen einer schweren Krankheit des Vaters und der Armut ihrer Familie ihren Wunsch Lehrerin zu werden nicht verfolgen und arbeitete als Verkäuferin, Post- und Kommunalverwaltungsangestellte. Zwei Jahre nach ihrer Heirat, 1940, wurde ihr erstes Kind geboren, 1943 fiel ihr Mann im Krieg.
Am Ende des Krieges floh sie ins Weserbergland, um 1947 in Berlin die Möglichkeit zu nutzen, ohne Abitur Lehrerin zu werden. Bald wurde sie Rektorin im Wedding und kümmerte sich später als Schulrätin in Reinickendorf auch um die Reform des Berliner Schulwesens.
1980 erhielt sie für ihr soziales Engagement die "Ernst Reuter-Medaille".
Wegen einer Krebserkrankung ohne Aussicht auf Heilung erklärte Marie Schlei im September 1981 ihren Rückzug von ihren politischen Aufgaben. Auch in den verbleibenden zwei Jahren kümmerte sie sich weiter intensiv um sozial Benachteiligte. Am 21. Mai 1983 verstarb Marie Schlei im Alter von 63 Jahren. Auf der Trauerfeier gedachte ihr Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit den Worten: "Bis es ihre Kräfte nicht mehr zuließen, hat sie in der Arbeiterwohlfahrt mitgeholfen, soziale Arbeit zu leisten." - Ein Jahr später gründete sich der "Marie-Schlei-Verein" (Dr. J. Hoffmann-Straße 15, 55278 Hohnheim; Tel. 06737-9181), der als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation Frauenausbildungsprojekte in den Ländern des Südens fördert.
Zum 80. Geburtstag würdigte Bundeskanzler Gerhard Schröder Marie Schlei mit den Worten: "Marie Schlei hat in ihrem politischen Leben in jeder Hinsicht Maßstäbe gesetzt, mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit, ihrer Herzlichkeit und Solidarität - und vor allem in ihrer Konsequenz, den einmal für richtig befundenen Weg auch dann nicht zu verlassen, wenn sich Barrieren auftaten. Wir haben heute allen Grund, uns an sie zu erinnern und an den Grundsatz, der für sie stets handlungsleitend war:

Karin Müller's Artikel auf der Homepage http://www.berlin.spd.de/servlet/PB/menu/1020778/index.html

zum 20.Todestag 2003 - Erinnerung an Marie Schlei

Anläßlich des 20. Todestages der Reinickendorfer Sozialdemokratin und ehemaligen Bundesminis-terin für wirtschaftliche Zusammenarbeit Marie Schlei, hat die Reinickendorfer SPD am Mittwoch einen Kranz  am Grab auf dem Martin-Luther-Kirchhof  niedergelegt.
Marie Schlei war eine Kämpferin, die in ihrem ganzen Leben für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit der Frauen kämpfte, geprägt durch ihre Kindheit und Familiensituation, dem frühen Tod des Vaters als sie 16 Jahre alt war, dem Tod der Mutter beim Einmarsch der Russen und der Tatsache, dass ihr Mann bereits 1944 im Krieg gefallen war.
Nach der Flucht aus ihrer pommerschen Geburtsstadt Reetz nach Berlin war Marie zunächst arbeitslos, dann als Aushilfsverkäuferin, später als Post- und Verwaltungsan-gestellte tätig, bevor sie eine Anstellung als Hilfslehrerin fand. In Abendkursen ließ sie sich als Lehrerin ausbilden und arbeitete später als Lehrerin  und Rektorin und  wurde 1964 Schulrätin in Reinickendorf.
Bereits im Jahre 1949 trat Marie Schlei in die SPD und Gewerkschaft ein und engagierte sich besonders für die Bildungsreform. Ihre politische Arbeit konnte sie 1969 im Deutschen Bundestag fortsetzen, besonders als Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Sozialordnung und im Petitionsausschuß. Sie war Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Reform § 218 – Soziale Ergänzungsmaßnahmen“ im Arbeitskreis Sozialpolitik der SPD-Bundestagsfraktion, wo sie sich für eine bessere Alterssicherung, für die Reform des Eherechts und des § 218 einsetzte.
1974 berief sie Helmut Schmidt zur Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundeskanzler, am 15.12.1976 erhielt sie die Ernennungsurkunde zur Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Im  Februar 1978 wurde Marie Schlei  nach dem Rücktritt als Bundesministerin in den Fraktionsvorstand gewählt und mit dem Vorsitz des Arbeitskreises I (Außen- und Sicherheitspolitik, innerdeutsche Beziehungen, Europa- und Entwicklungspolitik) der SPD-Fraktion beauftragt.
1980 wurde sie stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und damit Stellvertreterin von Herbert Wehner. Wegen ihres fortschreitenden Krebslei-dens musste sie im November 1981 ihr Mandat niederle-gen. Dennoch wirkte sie bis zu ihrem Tode am 21. Mai 1983 in zahlreichen Gremien weiter, soweit es ihre Kräfte erlaubten.

(Berliner Stimme vom 23.5. 2003)

 

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